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- Creado: 25 Marzo 2015
- Última actualización: 25 Septiembre 2026
- Publicado: 25 Marzo 2015
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VIENNE
Jean-Claude SEGUIN
Vienne est l'une des deux capitales de l'Autriche-Hongrie (auj. Autriche).
1896
Le cinématographe Lumière d'Eugène-Joaquim Dupont (École Impériale, 20 mars 1896)
Une séance spéciale est organisée par Eugène-Joaquim Dupont dans un amphithéâtre de l'École Impériale :
Wie schon eingangs erwähnt, hat gestern in der photographischen Lehranstalt die Première des Kinematographen stattgefunden. Etwa 180 Personen waren anwesend. Professor Dr. Eder begrüßte die Gäste und sprach einige Worte über die Bedeutung des Apparates, worauf Monsieur Dupont, der Vertreter der Erfinder, mit den Demonstrationen begann. Den Gesammteindruck derselben haben wir schon fixirt: es ist die phänomenalste Abconterfeiung der Natur, die man sich nur vorstellen kann. Hier seien nur einige Stichproben angeführt:
Erstes Bild: Ein geschlossenes Fabriksthor erscheint auf der weißen Stirnwand des verdunkelten Demonstrationsraumes. Die Thorflügel springen auf. Hunderte von Arbeitern und Arbeiterinnen wimmeln plötzlich auf dem Platze. Vehikel fahren aus dem Fabrikshof; einer ist nicht rasch genug im Aufsteigen — schallende Heiterkeit des Publicums. Dann fährt ein Lastwagen heraus, direct auf das Publicum zu und verschwindet um die Ecke.
Zweites Bild: Scherenschleifer in Lyon auf dem Platze, wo man jüngst den Präsidenten Faure durch Ueberreichen einer schwarzen Fahne „setirte“. Rückwärts die Tramway, ein Hund bellt das sich drehende Rad der Schleifbank an, man sieht, wie sein Brustkorb arbeitet.
Drittes Bild: Der colossale Faschingszug, den die Pariser heuer arrangirten.
Viertes Bild: Spielende Kinder. Einfach reizend, wie das eine Kind seine Puppe beim Kopfe packt und um die Erde haut, dabei sein spielfrohes, lachendes Gesicht dem Publicum zuwendend.
Fünftes Bild: Eisenbahnstation. Die Locomotive eilt aus der Ferne heran, immer größer und größer, der Schlot qualmt, es fehlt nur das Pusten und Rädergepolter. Endlich ist sie da, riesengroß, „es scheint, als wollte sie in die erste Reihe der Zuschauer hineinfahren“. Da verschwindet sie am Rande des beleuchteten Schirmes, die Waggons werden sichtbar, Conducteure springen ab, der Zug hält. Passagiere steigen aus. Ein lichtgekleideter Herr sieht suchend umher und läuft fort — schallende Heiterkeit.
Gleicher Erfolg der beiden nächsten Bilder: eine Kartenpartie, wo „gepatzt“ wird, ein Gärtner, der ausspritzt und einen Uebermüthigen straft, der ihn stört.
Achtes Bild: Der Meeresstrand, weißperlende Wellen eilen heran, zerfließen am flachen Ufer, man könnte schwören, es sei Wasser. Von einem Sprungbrett stürzen sich die Badenden in die Fluth, die hoch emporzischt.
Neuntes Bild: Ankunft des Dampfers, Landen der Passagiere, der letzte grüßt höflich direct ins Publicum — heiterer Schluß.
Der Kinematograph war diesen Winter die Sensation von Paris; in hellen Schaaren kam man, diese Schattenwunder zu sehen, und die gestrige Ausnahme in Wien läßt auch hier einen Erfolg voraussehen. Man denke nicht, es sei bloß eine geniale Spielerei; die Genrescenen freilich, die man gestern sah, dienen zunächst der Unterhaltung. Aber auch sonst haben die Momentphotographie, dann das Kinetoskop, und jetzt seine Vervollkommnung der Kinematograph einen Werth. Zum Beispiel zum Studium der Bewegungsmechanik: man kann auf's Genaueste sehen, welche Stellungen die Flügel eines Vogels bei ihrer Arbeit einnehmen; man hat damit auch eruirt, warum die Katze immer — auf die Beine fällt...
Der interessanten Production wohnten u. A. bei: Botschafter Lutz, dann vom Unterrichtsministerium Sectionschef Graf Latour, Sectionsrath Beck-Mannagetta, Secretär Müller, ferner Krankenhausdirector Dr. Böhm, Baron Albert Rothschild, die Professoren Finger und Toula, Oberst Obermayer, Stadtbaudirector Tierger, mehrere Professoren des Thierarzneiinstitutes etc. etc.
Neues Wiener Tagblatt, Prague, samedi 21 mars 1896, p. 5.
La presse française se fait également l'écho de cette première séance :
Le Cinématographe à Vienne. - Hier vendredi, M. le Dr Eder a mis un des amphithéâtres de l'École impériale à la disposition de M. E.-J. Dupont, négociant français établi en Autriche et qui s'est donné pour mission de nous faire connaître le merveilleux appareil de MM. Auguste et Louis Lumière. Les tableaux animés projetés directement sur le fond de la salle, sans toile ni écran, ont produit une réelle sensation. Je citerai notamment : la sortie de fabrique, l'arrivée et l'arrêt d'un train, les bains de mer et surtout une partie de cartes où l'on voit le garçon remplir les verres dans lesquels la bière monte en moussant. L'illusion est complète.
Le Dr Eder a donné quelques explications techniques sur la très curieuse invention de MM. Lumière, dont M. Dupont a fait la démonstration devant un nombreux auditoire. M. Lozé, notre ambassadeur, Madame Lozé, M. Lozé fils, le comte de Ségur, le comte de Latour, directeur général au Ministère de l'Instruction publique, le baron Albert de Rothschild, le colonel Obermayer, le major baron de Hübl, le Dr Szekely, le conseiller Böhm et l'élite de nos amateurs photographes ont suivi avec grand intérêt les mouvements absolument stupéfiants de vérité du Cinématographe français.
Bulletin du Photo-Club de Paris, Paris, mercredi 1er avril 1896, p. 149.
Dans un journal publié à Martin, on offre aussi un compte rendu détaillé de la première présentation privée du Cinématographe Lumière :
„Živé" fotografie. August a Ludvik Lumiére v Lyone sostavili zvláštny prístroj a dali mu meno „Cinématographe". Pomocou tohoto príttroja možno znázornil i tie najnepatrnejšie pohyby celkom určite a verne. Pomocou jeho vidíme znázornené osoby, ako sa pohybujú, tancujú, skáču, klaňajú sa, ako vozy jachajú, more sa búri a zúri, ako sa lista stromov pohybuje atd. Nedávno bola vo Viedni pred povolanými hosfmi produkcia s „cinématographom1' a produkcie vzbudily všeobecný obdiv. Apparát nielen že zachytil jednotlivé vidiny, ale ich aj verne znázornil. Znázornil celé ulice a námestia s osobami a povozmi, ako sa pohybovaly. Obrazy, ktoré boly predložené pozvaným hosfom, vzbudily všeobecný obdiv a dobyly velkej pochvaly. Bolo videt „robotníkov, kráčajúcich z fabriky domov spešne po dennej uamáhavej práci. Aj byciklist bol medzi nimi. Za nimi jachala ekipáža. — Druhý obraz predstavoval trh, v popredí šlajfiar brúsil nože — Ďalšie obrazy predstavovaly: karneval v Nizze so slávnostným pochodom, dve zabávajúce sa deti, osobný vlak, ako vchodí na stanicu i celý obživený perron, troch tuhých kartášov, preusilovného zahradníka, ktorému následkom nedbanlivosti alebo šelmovstva učňov prúd vody strhnul klobúk s hlavy. Najvýtečuejší obraz znázorňoval kúpanie pri morskom pobreží. Vlnenie a peniace sa vlny boly tak jasno a určito viditeľné, že človek myslel, skutočne videt more pred sebou. Posledný obraz predstavoval čulý život pri vystupovaní cestovateľov z priplavenej lode.
Národnie Noviny, Martin, samedi 11 avril 1896, p. 4.
Le Cinématographe Lumière d'Eugène-Joaquim Dupont (Niederösterreichischen Gewerbeverein, 27 mars 1896)
Eugène-Joaquim Dupont présente des vues animées à la Société industrielle de Basse-Autriche à l'occasion d'une conférence donnée par O. Volkmer :
Photographische Fortschritte.
Herr Hofrath O. Volkmer hielt am 27. März im Niederösterreichischen Gewerbeverein einen interessanten Vortrag über neuere Arbeiten im Gebiete der Photographie und der graphischen Künste.
Der Vortragende besprach zunächst an der Hand einer reichhaltigen Collection von Druckproben und Drucksteinen mehrere in jüngster Zeit in der Hof- und Staatsdruckerei hergestellte farbige Druckwerke, wie: »Der altorientalische Teppich«, »Die altorientalischen Glasgefässe«, »Die Kinderracen der österreichischen Alpenländer«, »Die österreichische Kaiserkrone« und »Japanische Vogelstudien«, welche durch geschickte Verbindung von Photographie, Lichtdruck, Asphaltdruck und Lithographie erzielt wurden.
Der zweite Gegenstand des Vortrages war die in unserem Blatte schon besprochene Rotations- und Kilometerphotographie.
Der dritte interessante Gegenstand war die Kinematographie mit der Projection der 15 Meter langen Bildstreifen, auf welchen 900 Momente einer bewegten Scenerie dargestellt sind.
Diese sozusagen lebenden Photographien wurden durch das Kinestoskop der Gebrüder Lumière in Lyon am Schlüsse des Vortrages von dem Vertreter dieser Firma in Wien, Herrn Dupont, demonstrirt.
Österreichisch-Ungarische Buchdrucket-Zeitung, Vienne, jeudi 2 avril 1896, p. 165.
Le Cinématographe Lumière d'Eugène-Joaquim Dupont (Ambassade de France, 28 mars 1896)
Une séance du Cinématographe Lumière est donnée par Eugène-Joaquim Dupont à l'Ambassade de France le samedi 28 mars 1896 :
Mosaik.
(In der französischen Botschaft.) Der Kinematograph, lebende Photographie von Auguste und Louis Lumière, wurde gestern in der französischen Botschaft in Gegenwart hoher Herrschaften von Herrn Dupont vorgeführt und fand lebhaften Beifall.
Diese lebenden Bilder, welche nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder das außerordentlichste Interesse erregen, werden von nun an täglich von 10 Uhr Früh bis 8 Uhr Abends für das Publikum, I. Bezirk, Kärntnerstraße Nr. 45 (Mezzanin), ausgestellt.
Eintritt per Person 50 kr.
Wiener Salonblatt, Vienne, dimanche 29 mars 1896, p. 11.
Le Cinématographe Lumière (Kärntnerstraße 45, 29->29 mars 1896)
À partir du 29 mars, des séances quotidiennes sont organisées au nº 45 de la Kärntnerstrasse

Wiener Zeitung, Vienne, samedi 4 avril 1896, p. 8.
Le Cinématographe d'Eugène-Joaquim Dupont (Krugerstrasse 45, 1er avril-<31 mai 1896)
Eugène-Joaquim Dupont ouvre sa salle pour accueillir les membres du Club technico-professionnel de l'Imprimerie impériale et royale de la Cour et de l'État qui organisent leur assemblée plénière. C'est l'occasion pour le responsable du cinématographe de projeter quelques vues animées :
Die lebende Photographie.
Die Mitglieder des Fachtechnischen Clubs der k. k. Hof- und Staatsdruckerei versammelten sich am 1. April zu ihrer Plenar-Versammlung in dem Saale des Herrn Dupont, I., Krugerstrasse, wo ihnen der von den beiden Brüdern Lumière in Lyon erfundene Apparat »Kinematograph« vorgeführt und erklärt wurde.
Der Vorstand des Clubs, Herr Regierungsrath G. Fritz, gab zunächst eine wissenschaftliche Erklärung derartiger Apparate überhaupt, welche scheinbar bewegliche Figuren zeigen, besprach kurz das Tachyskop von Anschütz und das Kinetoskop von Edison und sodann, an der Hand von Zeichnungen, den Kinematograph von den Gebrüdern Lumière, welcher 900 Bilder in einer Minute vorführt.
Letzteren bezeichnete er als den vollkommensten Apparat auf diesem Gebiete und hob dabei hervor, dass diese Erfindung besonders aus dem Grunde höchst werthvoll sei, da es möglich ist, grosse Bilder zu projiciren, wodurch die Deutlichkeit der Bewegungsphasen wesentlich erhöht wird, während die früheren Apparate nur kleine Bilder zeigten, welche in diesem Punkte Manches zu wünschen übrig liessen.
Durch die Projection sei es auch möglich, die Bilder einer grossen Anzahl von Personen auf einmal vorzuführen. Der Vortragende gab dabei der Hoffnung Ausdruck, dass Kunst und Wissenschaft durch die Möglichkeit des Studiums aller einzelnen Phasen der Bewegung von Menschen und Thieren grosse Vortheile werden ziehen können.
Nach dem Vortrage projicirte Herr Dupont mehrere Bilder, und zwar: Das Frühstück, Feierabend, die Spieler, Carneval in Nizza, den Eisenbahnzug etc., welche bei den Anwesenden stürmischen Applaus hervorriefen.
Österreichisch-Ungarische Buchdrucket-Zeitung, Vienne, jeudi 9 avril 1896, p. 176.
Quelques jours plus tard, le 14 avril l'archiduc François-Salvador assiste à une séance de projections de vues animées :
(Kinematograph.) Erzherzog Franz Salvator besuchte gestern Nachmittags die von den Herren August und Louis Lumière geleitete Vorstellung des „Kinematograph“ (lebende Photographie).
Die Presse, Vienne, mercredi 15 avril 1896, p. 4.
Le 23 avril, c'est au tour de l'archiduc Louis-Victor d'aller assister à une projection de vues animées :
(Kinematograph.) Erzherzog Ludwig Victor besuchte gestern Nachmittags die von den Herren August und Louis Lumière geleitete Vorstellung des „Kinematograph“ (lebende Photographie) und sprach sich gegenüber Herrn Dupont, welcher ihn empfing, sehr lobend aus.
Neues Wiener Tagblatt, Vienne, vendredi 24 avril 1896, p. 3.
Il va d'ailleurs revenir à plusieurs reprises :
(Der Cinematograph) der Herren Auguste und Louis Lumière in Lyon, dieses neueste Wunderinstrument auf photographischem Gebiete, welches die Vorgänge des Lebens und in der Natur mit all ihren Bewegungen zur Darstellung bringt, ist nach wie vor ein Anziehungspunkt für die gesammte Wiener Welt.
Herr Erzherzog Ludwig Victor hat den Cinematographen im Laufe dieser Woche, schon zum vierten Male, besucht.
Die Herren Lumière haben nun nicht nur in Wien, I. Kärntnerstraße 39, Eingang Annagasse 1, sondern auch in Budapest, Erzsébet-Körút 49, einen Apparat zur Besichtigung ausgestellt.
Wiener Salonblatt, Vienne, dimanche 31 mai 1896, p. 13.
Le Cinématographe Lumière (Kärntnerstrasse 39, <31> mai 1896)
À la fin du mois de mai, le Cinématographe Lumière change d'adresse dans la même rue :
Die Herren Lumière haben nun nicht nur in Wien, I. Kärntnerstraße 39, Eingang Annagasse 1, sondern auch in Budapest, Erzsébet-Körút 49, einen Apparat zur Besichtigung ausgestellt.
Wiener Salonblatt, Vienne, 31 mai 1896, p. 13.

Die Presse, Vienne, vendredi 5 juin 1896, p. 8.
Quelques semaines plus tard, les premières vues locales sont présentées :
(Cinematograph!) Der „Cinematograph“ der Herren Aug. & Louis Lumière, welcher sich jetzt Ecke Kärntnerstraße 39 und Annagasse 1 befindet, wird von nächster Woche angefangen ein neues Programm bringen, und zwar Bilder aus dem Budapester Huldigungszuge und von den Festlichkeiten, sowie auch Bilder von der Wiener Ringstraße, aus der Praterallee, von der Feuerwehr etc.
Neue Freie Presse, Vienne, vendredi 19 juin 1896, p. 5.
Répertoire (autres titres) : Le cortège d’hommage de Budapest et des festivités, La Ringstraße de Vienne, L’avenue du Prater, Les pompiers, etc.
Le vitascope Edison (La Concordia, 9 juin 1896)
L'Association des journalistes viennois "La Concorde" organise une soirée pour présenter le vitascope d'Edison :
Soperte ed invenzioni
(Servizio speciale del Pop.Rom.).
Vienna, 9, ore 4.20)-All'Associazione del gionalisti viennesi "La Concordia" forono fatti oggi degli esperimenti col vitascopio, recentissima soperta di Edison, l'unico apparato del genere che finora esista in Europa.
Il vitascopio è eguale al cinematografo: soltanto le figure sono di grandezza naturale e le fotografie sono colorate, sicchè l'illusione è assolutamente completa.
Gli esperimenti riuscirono splendidamente.
Il Popolo Romano, Rome, mercredi 10 juin 1896, p. 2.
Le Cinématographe Lumière (Kärntnerstraße 39, entrée par Annagasse n° 1, <29 novembre-31 décembre 1896) → 1897
Le Cinématographe Lumière propose des projections de vues animées en novembre.

Neues Wiener Journal, Vienne, dimanche 29 novembre 1896, p. 12.
Les séances se prolongent jusqu'à la fin de l'année.
→ 1897
1897
← 1896 Le Cinématographe Lumière (Kärntnerstraße 39, entrée par Annagasse n° 1, 1er janvier->29 avril 1897)
Les séances se prolongent dès les premiers jours de l'année :
[Cinématograph.] Der Cinématograph Lumière (I., Kärntnerstraße 39, Ecke Annagasse 1) bringt diese Woche ein ganz neues Programm mit lebenden Photographien aus Algerien (Meeresstrand) und Schneebilder aus der Schweiz zur Ausstellung.
Neue Freie Presse, Vienne, 28 février 1897, p. 6.
Le Cinématographe de Paris (Kohlmarkt nº 10/Stadt-Panopticum, <10 janvier->29 avril 1897)
Le Cinématograph de Paris présente des vues animées au Stadt-Panopticum.

Neue Freie Presse, Vienne, dimanche 10 janvier 1897, p. 15.
Le Cinématographe (Mariahilferstraße 82/Panopticum moscovite, <17> janvier 1897)

Neue Freie Presse, Vienne, dimanche 17 janvier 1897, p. 15.
Le Cinematograph d'Eduard Kastiana (Hernals/Etablissements Madl, <11> avril 1897)
Dans les établissements Madl, Eduard Kastiana présente un cinematograph :
(„Lebende Photographien" ohne elektrisches Licht.) Die Besucher des populären Etablissements Mandl in Hernals haben allabendlich Gelegenheit, die neueste sensationelle Erfindung Edison's kennen zu lernen. Der bekannte Physiker, Herr Eduard Kastiana, führt nämlich dort mittelst „Cinematograph" eine Serie sogenannter lebender Photographien vor. Besondere Schwierigkeit bot Herrn Kastiana der Umstand, daß er bei Instandsetzung seines Apparates, das für diesen fast unumgänglich nothwendige Licht nicht zur Verfügung stand. Dem erfahrenen Physiker aber gelang es nach vieler Mühe, diesen Mangel zu ersetzen, indem er zur Beleuchtung seiner Bilder Drummond'sches Licht verwendete. Die bisherigen Versuche mit diesem Licht haben einen nicht wesentlich minderen Effect ergeben, wie mit elektrischem Lichte. Jedes einzelne der Bilder, durch welche Menschen, Thiere, Eisenbahnzüge, sowie andere große und kleine Fahrzeuge in ihren natürlichen Bewegungen vorgeführt werden, ist eine Wiedergabe von 1000–1500 Moment-Photographien, die in kaum einer Minute vor sich geht. Die Darbietungen sind, wenn der Mangel an elektrischem Licht in Betracht gezogen wird, als sehr gelungen zu bezeichnen. Das Etablissement Mandl erfreut sich gegenwärtig infolge dieser interessanten Vorstellung erhöhten Zuspruches. Der tüchtige Restaurateur Herr Mandl bietet seinen Gästen noch ein Uebriges, indem er allabendlich eine Volkssängersoirée abhalten läßt und alles das ohne Entrée.
Neue freie Presse, Vienne, dimanche 11 avril 1897, p. 11.
1898
Le cinématographe Lumière de Josif Tami (Mariahilferstrasse 31, 7 avril 1898)
Giuseppe Tami présente son cinématographe Lumière au début du mois d'avril.

Neues Wiener Journal, Vienne, jeudi 7 avril 1898, p. 10.
1902
Le Phono-Cinéma-Théâtre de Marguerite Vrignault (Danzer's Orpheum, 3-[21] février 1902)
Marguerite Vrignault, l'inspiratrice du Phono-Cinéma-Théâtre, après l'avoir présenté à l'Exposition Universelle de Paris et dans plusieurs villes françaises, va entreprendre plusieurs tournées européennes. Lors de ces voyages, elle est accompagnée de l'opérateur Félix Mesguich. Ils sont à Vienne en février 1902 où ils vont présenter le " cinéma parlant " au Danzer's Orpheum. Une première présentation réservée à la presse a lieu le 3 février 1902 dont voici le compte rendu :
(Das sprechende Schattenspiel.) Director Gabor Steiner hat eine sensationelle Novität, die den Wundern des modernen Variétés beigezählt zu werden verdient, für das Februar-Programm des Orpheums erworben, und damit eine Attraction allervornehmster Art gewonnen. Mme. Marguerite Vrignault, die sich auf ihrer Visitkarte als „Créatrice du Phono-Cinéma-Théâtre“ bezeichnet, veranstaltete gestern Nachmittags ein Separatvorstellung für die Presse, deren Vertreter die besten Productionen der neuen ingeniösen Erfindung zu sehen und zu hören bekamen. Denn während die Figuren der Kinematographbilder stumme Schatten sind, stattet das Phono-Cinema die einzelnen Gestalten mit der Gabe des Gesanges aus, und sie sprechen so deutlich und sie singen ihren Part so präcise, daß man wirklich an lebende Menschenfiguren zu glauben beginnt — so vollkommen ist die Täuschung. Aber man bekommt nicht allein mit schönen Stimmen begabte pikante Chanteusen und lange Monologe declamirende Theaterhelden zu hören; die Erfindung der sehr eleganten Mme. Vrignault, einer Pariserin von Charme und Chic, reproducirt auch alle Geräusche und sonstige Lärmscenen, wie sie die gerade auf die Leinwand gezauberten Scenen erzeugen. Zwei Duellanten kreuzen ihre Degen, und man hört à tempo das Klirren der aneinanderschlagenden Klingen, stärker und schwächer, je nach der größeren oder minderen Wucht, mit der die Gegner loshauen; ein durch die Ungeschicklichkeit seiner Schüler in Zorn gerathener Tanzmeister überschreit sich, und er beginnt zu husten, man hört das Husten ebenso gut wie schließlich das Räuspern des nervösen Balletmeisters, der sein Taschentuch vergessen hat. Ein Komiker arbeitet mit Holzschuhen, und es ertönt das bekannte Geklapper der Holzpantoffeln auf dem harten Straßenpflaster. Das Alles ist fabelhaft täuschend gemacht und nimmt das Publicum sofort gefangen. Das erste Bird, „Danse Directoire", das uns gestern vorgeführt wurde, überraschte durch die Präcision, mit der die tanzenden Paare die Musiktacte einhielten; das kinematographische Bild selbst gab jede Bewegung der Fußknöchel und der Fußspitzen wieder, das Neigen und Wiegen der in duftige Roben gehüllten Frauenkörper war naturgetreu, man hatte ein vollkommenes, lebendes Bild des halbphantastisch, halb eleganten Danse Directoire vor sich. Den Witz des Phono-Cinemas lernte man bereits im zweiten Bilde kennen, das die Duellscene aus „Hamlet“ mit Sarah Bernhardt als Hamlet bringt. Die einzelnen Phasen des Kampfes, die Pausen sind ganz virtuos festgehalten — das überraschende Moment dieser Vorführung aber ist das deutlich zu hörende Aufeinanderklingen der Stahlklingen. Das dritte Bild zeigt uns Coquelin Ainé mit zwei Partnerinnen in einer Scene aus „Les précieuses Ridicules“. Coquelin declamirt zuerst, und singt schließlich den Damen eine längere Arie vor; die höheren Lagen strengen den großen Künstler sehr an — das steht man —, und gleichzeitig vernimmt man ganz deutlich, wie gepreßt und dünn der Gesang aus der Kehle des Mimen kommt. Ein ganz charmantes Bildchen ist die tanzende Cléo de Mérode, deren Fußspitzen immer genau im Tact das Parquet berühren, und von gleichem Reiz ist das „Chanson en crinoline“, das Mademoiselle Mily Meyer — natürlich im Bilde — executirt; die Triller, die Coloraturen werden unheimlich gut reproducirt. „Jules Moy, le maître de ballet“, und „Little Tich, excentrique comique“ repräsentiren das komische Element in der Reihe der Bilder. Ueber die Drolerien des süchtigen Balletmeisters wird viel und herzlich gelacht. Noch komischer ist Little Tich, eine vorzügliche Variéténummer, die das Phono-Cinema realistisch getreu bringt. — In der Abendvorstellung hatte das „sprechende Schattenspiel“ vor ausverkauftem Hause einen durchschlagenden Erfolg.
Neues Wiener Tagblatt, Vien, 4 Februar 1902, p. 5.
Quelques vues uniquement sont commentées, mais la réaction du public invité est très favorable à ce qui représente alors une véritable nouveauté. En tout cas, le succès semble bien au rendez-vous puisque des séances sont encore organisées au moins jusqu'au 25 mars 1902 (Illustrirtes Wiener Extrablatt, Vienne, 25 mars 1902, p. 10). Marguerite Vrignault se rend en juillet à Salzbourg.

Neue Freie Presse, Salzbourg, 1er février 1902, p. 14.
Répertoire (autres films) : Der siamesische Tanz, Iphigenia (Illustrirtes Wiener Extrablatt, Vienne, 22 février 1902, p. 6).
Le Cinématographe du Docteur Doyen (Urania Theater, 5 mai 1902)
Le docteur Doyen vient de défrayer la chronique avec l'opération qu'il a effectuée en février 1902, la séparation des soeurs siamoises Doodica et Radica dans sa clinique parisienne. Vienne est une des premières villes qui découvre, impressionnée, le film tourné par Clément-Maurice.
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Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), Wien 6. Mai 1902
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Outre la Séparation des sœurs siamoises Doodica et Radica, l'article évoque trois autres films du Dr. Doyen : Die Amputation eines Fußes, Die Entfernung eines Tumors et Eine Schädeltrepanation. Ce dernier film a impressionné tout particulièrement quelques dames du public. La soirée se terminer par l'intervention d'un nain qui constitue également une figure de la différence. Les séances auraient pu continuer sans problème, si un différend n'avait surgi entre le docteur Doyen et l'impresario M. Chagrin qui est le responsable de la projection des vues chirurgicales.
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| Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe) 14. Mai 1902 | |
L'affaire est suffisamment délicate pour que le docteur Doyen fasse intervenir l'ambassade d'Autriche à Paris. Le chirurgien français se fonde sur l'accord qui le lie à Chagrin qui stipulerait que seules sont autorisées les présentations faites à un public averti à des fins strictement médicales et pédagogiques. L'Urania Theater semble considérer malgré tout que les projections peuvent continuer.





